Nachhaltig heizen – Energie mit Zukunft

Effiziente Energien im Überblick


Was sind erneuerbare Energien?
Von erneuerbaren Energien spricht man bei Energiequellen, die nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Dazu gehören zum einen Energiequellen, die in so großem Maße vorhanden sind, dass sie praktisch immer zur Verfügung stehen werden – wie Sonnenenergie, Erdwärme (Geothermie) und Wasserkraft. Zum anderen Energiequellen, die zwar verbraucht werden, sich aber kurzfristig von selbst erneuern und nachwachsen. Dazu zählt Biomasse, z. B. Energiepflanzen und Holz. Nachhaltig heizen ist möglich!

Was sind die Vorteile von erneuerbaren Energien?
Da erneuerbare Energien nicht an ein begrenztes Vorkommen gebunden sind, werden Sie nicht knapp. Damit sind sie eine sehr gute Alternative zu fossilen Energieträgern wie Kohle oder Erdöl, die mehrere Millionen Jahre brauchen, um zu entstehen. Erneuerbare Energien bieten aber noch einen weiteren Vorteil gegenüber fossilen Energieträgern: Sie sind fast CO2 neutral und schonen damit das Klima. Zudem sind sie vor Ort vorhanden und müssen nicht wie fossile Energieträger importiert werden.

Wie können erneuerbare Energien genutzt werden?
Energie ist von Natur aus reichlich vorhanden. Allein die auf der Erde auftreffende Sonnenenergie ist etwa zehntausendmal so groß wie der Energiebedarf der ganzen Menschheit. Und auch der Erdkern ist so heiß, dass er immer Wärme abgeben wird. Die erneuerbaren Energien können mit Hilfe unterschiedlicher Techniken auf vielfältige Weise genutzt werden, um direkt oder indirekt Wärme, Kälte, Strom und Kraftstoff zu erzeugen. So kann Sonnenenergie mit Solarkollektoren direkt genutzt werden, mit einer Wärmepumpe oder einem Biomasse-Heizkessel indirekt. Die verschiedenen Techniken sind kombinierbar.


Die Technik

Erneuerbare Energien effizient nutzen

Solarsysteme

Sonnenenergie wird das ganze Jahr frei Haus geliefert und verursacht keinerlei Schadstoffausstoß. Kombiniert mit Brennwerttechnik kann diese kostenlose Energie optimal zur solaren Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Ein modernes Brennwert-Solarsystem deckt rund 60 % der Energie für warmes Wasser und 20 % der Heizenergie. Zudem verursacht es bis zu 40 % weniger Emissionen als eine traditionelle Gasheizung.

Zeolith-Gas-Wärmepumpe

Zeolith ist ein Mineral, das Wasserdampf in sich aufsaugt und ihm die Wärmeenergie entzieht. Diese natürliche Wärmeerzeugung kann am besten in einem Komplettsystem genutzt werden, das Energie aus Gas-Brennwerttechnik, Solartechnik und der Reaktion von Wasser mit Zeolith kombiniert. Dieses System liefert das ganze Jahr Wärme und Warmwasser und spart, verglichen mit einem Brennwert-Solarsystem, zusätzlich 20 % Energie und ebenso viele Emissionen ein.

Kraft-Wärme-Kopplung

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird nur einmal Energie aufgewendet, um sowohl Strom als auch Wohnwärme und Warmwasser zu erzeugen. Wenn Sie für Ihre Energieversorgung Gas verwenden, ist die Kraft-Wärme-Kopplung die effizienteste Technik: Sie produzieren Ihren Strom dort, wo Sie ihn brauchen und nutzen die dabei anfallende Wärme zum Heizen und für Warmwasser. Im Vergleich zur traditionellen separaten Erzeugung von Strom und Wärme reduziert dies den Energieverbrauch um mehr als ein Drittel und den CO2-Ausstoß um bis zu 50 %.

Wärmepumpen

Die ergiebigste und sauberste natürliche Energie ist die, die im Erdreich, in der Luft und im Grundwasser gespeichert ist. Diese kann mit einer Wärmepumpe entzogen und in Heizwärme umgewandelt werden. Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Der Kühlschrank entzieht seinem Innenraum Wärme und leitet sie über Kühlrippen nach außen. Die Wärmepumpe entzieht dem Außenbereich Wärme und gibt sie nach innen ab. Nur ein Viertel der Energie muss in Form von elektrischem Strom zugeführt werden, 75 % sind Umweltwärme.

Pellet-Heizkessel

Heizen mit Biomasse, z. B. mit Holzpellets, bedeutet Heizen mit nachwachsender Energie. Dies bietet ökologische und ökonomische Vorteile – und vollen Heiz-Komfort. Bei der Verbrennung wird exakt so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum während seines Lebens per Fotosynthese umgewandelt hat. Daher arbeitet ein Pellet-Heizkessel CO2-neutral. Hinzu kommt der gut kalkulierbare Preis: Das Rohmaterial fällt als Überbleibsel bei der Holzverarbeitung ab und kann daher günstig erworben worden.

Wohnungslüftung

Als Ergänzung zu jedem umweltschonenden Heizgerät kann die Abluft aus dem Haus zur Wärmerückgewinnung genutzt werden. Dabei leitet ein Lüftungsgerät die Abluft aus dem Haus und überträgt die darin enthaltene Wärme auf die einströmende Frischluft. Entsprechend weniger muss geheizt werden: Die Energieersparnis beträgt durchschnittlich 20 %.